Odin: Der Vater der Julzeit und die Wilde Jagd
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Lange bevor der Weihnachtsmann seinen roten Anzug anzog, beherrschte der nordische Gott Odin auf seinem achtbeinigen Pferd Sleipnir den Winterhimmel. Während des Julfests (Jól), dem 12-tägigen skandinavischen Mittwinterfest von Ende Dezember bis Anfang Januar, führte Odin die Wilde Jagd an – eine donnernde, gespenstische Jagd durch stürmische Nächte, bei der gute Kinder mit Geschenken belohnt und böse bestraft wurden.
- Mythologie: Als verhüllter Wanderer verkleidet, schlüpfte Odin durch Schornsteine (oder Schlüssellöcher), um Süßigkeiten in Stiefeln oder Strümpfen am Kamin zu hinterlassen. Sein Speer Gungnir und seine Raben Huginn und Muninn (Gedanke und Erinnerung) suchten die Würdigen.
- Weihnachtsverbindung: Clement Clarke Moores Gedicht von 1823 A Visit from St. Nicholas ("'Twas the Night Before Christmas") übertrug Odin-ähnliche Eigenschaften auf den Weihnachtsmann: das Fliegen durch den Himmel, ein "Rentiergespann", das Sleipnirs Geschwindigkeit hervorruft, und Geschenke für die Guten. Julklötze, immergrüne Dekorationen, die Odins wilde Geister abwehren, und die 12 Weihnachtstage spiegeln die Dauer des Julfestes direkt wider.
- Bleibende Spuren: Der Bart, die Mütze und die Schornsteinstürze des modernen Weihnachtsmanns? Echos von Odins einäugigem, verhülltem Antlitz.